Arbeitsprinzipien der Ortho-Bionomy

Wenn wir ortho-bionomisch vorgehen, ist die einfühlsame Qualität unserer Berührung und des Kontakts mit der anderen Person wichtig. Wir erfahren eine Verlagerung des Gewichts vom "Tun" zum "Sein". Die Behandlerin begleitet die Person durch Aufmerksamkeit und "Nicht-Tun". Die Ortho-Bionomy zwingt dem anderen Organismus nichts auf, sondern ermöglicht ihm von innen heraus Veränderungen zuzulassen.

Die Ortho-Bionomy arbeitet nie gegen den Körper oder die Wünsche der Person. Vielmehr legt sie den Schwerpunkt auf die Selbstwahrnehmung und Selbsterfahrung des Klienten.

In der Ortho-Bionomy gibt es 7 Arbeitsphasen

Die Phase 7 wird in Sonderseminaren für Fortgeschrittene Behandler vermittelt.

Die verschiedenen Begriffe der Phasen werden innerhalb der Ortho-Bionomy Gemeinschaft noch immer verwendet und sind Standard geworden.

Mit dem Einführen der dynamischen Gewebetechniken und der Energiearbeit hob Pauls seine Methode aus dem osteopathischen Kontext und erweiterte sie zu einer somato-energetischen Erfahrungsbehandlung, in der der Organismus Lernprozesse vollzieht.

Der methodische Ansatz von Pauls birgt keine Theoriebildung, sondern begünstigt experientielles Vorgehen ( vom englischen "experience"), was bedeutet, daß die Erfahrung der behandelten Person in den Vordergrund gerückt wird.

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Anwendung der Ortho-Bionomy in der Physiotherapie und Naturheilkunde


Da die Wurzeln der Ortho-Bionomy in der Osteopathie liegen, können professionell im Bereich der Physiotherapie und Naturheilkunde tätige Personen besonders davon profitieren, wenn sie diese risikoarme, jedoch sehr effektive Methode in ihrer Praxis einsetzen. Mit wachsender Begeisterung lernen immer mehr Personen aus diesen Berufsgruppen die Ortho-Bionomy.

Sanftes Freiwinden eines blockierten Wirbelgelenkes in der Phase 5

Ortho-Bionomy ist für den Behandler oder die Behandlerin nicht körperlich anstrengend, sondern eher meditativ, der Behandler soll sich während der Behandlung selbst entspannen, dann entspannt sich auch die behandelte Person besser. Ortho-Bionomy ist einfach zu erlernen und arbeitet eher intuitiv, einfühlsam. Der Behandler begleitet nur die Prozesse, die bei der Person von innen her zum Tragen kommen. 

Dr. Pauls pflegte immer zu sagen: " In der herkömmlichen manuellen Therapie macht der Behandler 80 Prozent und die behandelte Person 20 Prozent. In der Ortho-Bionomy ist es gerade umgekehrt. Der Behandler macht ungefähr 20 Prozent und der Rest ist Selbstkorrektur bei der behandelten Person. Da wir in der Ortho-Bionomy nicht mechanisch vorgehen, ist der Kontakt oft recht intensiv und ermöglicht innere Prozesse und Korrekturen. Das System der behandelten Person reagiert auf diese sanfte, aufmerksame Berührung. 

Ortho-Bionomy eignet sich hervorragend zur Behandlung von Störungen und Fixierungen am Bewegungs- und Skelettapparat.

Vegetativ-regulative Prozesse geschehen jedoch häufig und sind erwünscht.

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Ortho-Bionomy Cranio-Arbeit

 Ortho-Bionomy wendet eine originelle Form der Behandlung des Craniums (Schädel) an. Arthur Pauls ging in diesem Feld seine eigenen Wege. Verglichen mit den konventionellen Ansätzen der Cranial-Behandlung, wird der "Cranio-Sacrale-Rhythmus" vernachlässigt. Vielmehr spüren wir die energetischen Bewegungen und reduzieren unser Griff-Ansätze auf ein minimal notwendiges Maß.

Behandlung